Chronik
seit 1854
Weitblickende, entschlossene Handwerker und Kaufleute haben im März 1854 den Gewerbeverein Aalen gegründet, aus dem sich der heutige BdS Gewerbe- und Handelsverein Aalen entwickelt hat. Damals hatte diese Selbsthilfeorganisation sich zur Aufgabe gemacht, die Chancen und Aufgaben der Gewerbetreibenden zu wahren und gemeinsam die Probleme, die mit dem Beginn der Industrialisierung entstanden sind, zu bewältigen. Seit mehr als 150 Jahren steht der BdS Gewerbe- und Handelsverein Aalen für Unternehmergeist, Zusammenhalt und die Interessen des selbstständigen Mittelstands. Die Geschichte des Vereins ist dabei untrennbar mit der Entwicklung der Stadt Aalen verbunden. Was einst als Zusammenschluss engagierter Handwerker und Gewerbetreibender begann, entwickelte sich im Laufe der Jahrzehnte zu einer starken Gemeinschaft, die wirtschaftliche, gesellschaftliche und städtebauliche Impulse für die gesamte Region setzte.
Heute
Der BdS Gewerbe- und Handelsverein Aalen e. V. versteht sich als starke Stimme des Mittelstands, als Netzwerk für Unternehmerinnen und Unternehmer sowie als engagierter Partner für die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung der Stadt. Er bringt Menschen zusammen, fördert den Austausch von Ideen und setzt Impulse für eine lebendige Innenstadt und eine starke regionale Wirtschaft.
2026
Nach 28 Jahren an der Spitze des BdS Gewerbe- und Handelsverein Aalen übergibt Claus Albrecht im Januar das Amt des 1. Vorsitzenden an Florian Friedel. Claus Albrecht hat als Vorsitzender des BdS nahezu drei Jahrzehnte Verantwortung übernommen, Haltung gezeigt und den Interessen des inhabergeführten Einzelhandels eine starke Stimme verliehen. Unter seiner Ägide hat der BdS als verlässlicher Partner der Stadt zahlreiche Entwicklungen maßgeblich geprägt.
2004
Der BdS Gewerbe- und Handelsverein Aalen feiert sein 150-jähriges Bestehen mit seinem ersten Neujahrsempfang und einem Symposium in der Stadthalle Aalen mit Prof. Dr. h. c. Lothar Späth, Ministerpräsident a. D.
Das Jubiläum würdigt eine lange Tradition des Engagements für Handel, Handwerk, Unternehmertum und die Entwicklung der Stadt Aalen.
2000
Aus der AAF entsteht ACA – Aalen City aktiv – mit einem hauptamtlichen City-Manager. Der BdS bleibt dabei ein wichtiger Partner und Impulsgeber für die Weiterentwicklung der Aalener Innenstadt.
1998
Die sechste Ostwürttembergische Ausstellung zeigt eindrucksvoll die Leistungsfähigkeit von Handel, Handwerk, Industrie und Dienstleistung in der Region und unterstreicht die Bedeutung des Mittelstands für Ostwürttemberg.
1997
Nach 30 Jahren engagierter Vorstandsarbeit übergibt Dr. Eduard Honold den Vorsitz im BdS an Claus Albrecht. Sein Wirken hat den Verein und die Entwicklung der Innenstadt nachhaltig geprägt.
1990
Die Ostwürttembergische Ausstellung, kurz OWA, wird als große Leistungsschau der regionalen Wirtschaft fortgeführt. Unternehmen aus unterschiedlichsten Branchen präsentieren ihre Produkte, Dienstleistungen und Innovationen einem breiten Publikum.
1984
Das 130-jährige Vereinsbestehen wird mit einem Festakt in der Stadthalle Aalen gefeiert.
1983
Mai-Aktionen mit verlängerter Ladenöffnungszeit und vielen Werbekampagnen locken zahlreiche Besucherinnen und Besucher auf den Aalener Marktplatz.
1982
Mit der Gründung der Werbegemeinschaft AAF – Aalens Aktive Fachgeschäfte – entstehen neue Möglichkeiten für gemeinsames Marketing, Aktionen und die Stärkung des innerstädtischen Handels.
Zudem wird – nach einem ersten Anlauf im Jahr 1978 – das Chipsystem eingeführt.
1979
Festakt anlässlich des 125-jährigen Bestehens des BdS Gewerbe- und Handelsverein Aalen e. V. in der Stadthalle Aalen.
1976
Der Zusatz „Bund der Selbständigen“ wird in den Vereinsnamen aufgenommen. Die Satzung wird geändert und neu gefasst.
Gleichzeitig engagiert sich der Verein intensiv für die Entwicklung und Attraktivität der Aalener Innenstadt und unterstützt die Entstehung der Fußgängerzone.
1975
Auf Initiative des Vereins entstehen die Reichsstädter Tage. Was als Idee zur Belebung der Innenstadt beginnt, entwickelt sich zu einem der bedeutendsten Stadtfeste Aalens und zu einem festen Bestandteil des kulturellen Lebens.
1968
Die Glücksschein-Aktion wird ins Leben gerufen. Sie belebt den lokalen Handel erfolgreich und stärkt die Kundenbindung.
1967
Dr. Eduard Honold übernimmt den Vorsitz des Vereins. In den folgenden drei Jahrzehnten prägt er die Entwicklung des Vereins nachhaltig und setzt zahlreiche Impulse für die Innenstadt, den Handel und das gesellschaftliche Leben in Aalen.
1956
Der Gewerbe- und Handelsverein Aalen e. V. wird offiziell in das Vereinsregister eingetragen. Die Satzung ist errichtet worden. Damit erhält der Verein seine bis heute bestehende rechtliche Grundlage.
1951
Mit der Großausstellung „Rund um die Ostalb“ setzt der Verein ein starkes Zeichen für Handel, Handwerk, Industrie und Landwirtschaft der Region.
Die Ausstellung entwickelt sich zu einem Schaufenster wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit und Innovationskraft. Sie bietet den Besucherinnen und Besuchern vielfältige Anregungen für das tägliche Leben.
1949
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs erfolgt die Neugründung des Gewerbe- und Handelsvereins Aalen. Mit großem Engagement tragen die Mitglieder dazu bei, Wirtschaft und Gemeinschaft in der Stadt wieder aufzubauen.
1933
Die politischen Veränderungen im Deutschen Reich führen zur Gleichschaltung des Vereins. Wie viele Organisationen dieser Zeit verliert auch der Gewerbe- und Handelsverein einen Teil seiner Selbstständigkeit.
1926
Der Verein trägt künftig den Namen „Gewerbe- und Handelsverein Aalen“. Damit wird der zunehmenden Bedeutung des Handels Rechnung getragen und das Aufgabenspektrum erweitert.
1918
Nach den schwierigen Jahren des Ersten Weltkriegs nimmt der Verein seine Arbeit wieder auf. Die erste Mitgliederversammlung nach der kriegsbedingten Unterbrechung setzt ein wichtiges Zeichen für Zusammenhalt und Aufbruch.
1880
Auf Initiative des Gewerbevereins wird eine Abschlussprüfung für die gewerbliche Fortbildungsschule eingeführt. Damit unterstreicht der Verein früh die Bedeutung von Ausbildung und Qualifikation für den wirtschaftlichen Erfolg.
1879
Der Verein baut sein Bildungs- und Vortragsangebot deutlich aus. Fachvorträge, Besichtigungen und Weiterbildungsangebote machen den Gewerbeverein zu einer wichtigen Plattform für Wissenstransfer, Austausch und persönliche Weiterentwicklung.
1865
Mit der ersten großen Gewerbeausstellung in Aalen präsentiert sich die heimische Wirtschaft einer breiten Öffentlichkeit.
Ein besonderer Höhepunkt ist der Besuch von König Karl und Königin Olga von Württemberg, der der Ausstellung weit über die Region hinaus Aufmerksamkeit verschafft.
1864
Der Gewerbeverein konstituiert sich neu und versteht sich fortan als Interessenvertretung des gesamten Gewerbestandes.
Er sieht sich zwar in der Nachfolge der Zünfte, hat im Unterschied zu diesen jedoch den Anspruch, die Interessen aller Gewerbetreibenden und nicht nur einzelner Gewerke zu vertreten.
Auch der gewerbliche Unterricht in Aalen wird von der Stadtverwaltung und dem Gewerbeverein neu organisiert.
1862
Die volle Gewerbeordnung, statt der bisher nur eingeschränkten, wird im Königreich Württemberg eingeführt.
1854
Am 4. November findet die erste nachweisbare Jahresversammlung des Aalener Gewerbevereins statt. „Gewerbliche Themen“ sowie die „Eisenbahnsache“ stehen auf der Tagesordnung.
Dies ist der offizielle Beginn der Vereinsgeschichte und markiert den Start einer Gemeinschaft, die das wirtschaftliche Leben der Stadt über Generationen hinweg mitgestalten wird.
1849
In einer wirtschaftlich schwierigen Zeit wird der erste Versuch unternommen, in Aalen einen Gewerbeverein zu gründen.
Die Herausforderungen für Handwerk und Gewerbe sind groß, doch der Gedanke einer gemeinsamen Interessenvertretung ist geboren.